Texte schreiben

Lukrativ: eigene Texte verkaufen

Für talentierte Schreiber: eigene Texte verkaufen

Neben der Seite Texterjobboerse.de, gibt es noch andere Portale wie zum Beispiel Content.de, Textbroker.de und Greatcontent.de.

Auf Textbroker.de haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Verdienstmodellen: einen Auftragspool, an dem sich alle registrierten Texter bedienen können, per Direktbeauftragung durch den Kunden oder als Teil eines Expertenteams zu eigenen Fachthemen. Am lukrativsten ist die so genannte “Direct Order”. Hier handelt der Texter mit dem Kunden selbst die Bezahlung aus. Bei der “Team Order” legt der Kunde den Preis fest, der jedoch bei mindestens 1,43 Cent pro Wort liegt.

120 Euro pro Text

Für Neueinsteiger steht zunächst nur “Open Order” offen, die über vier Qualitätsstufen verfügt. Hier wird man eingeordnet und verdient entsprechend der Einstufung 0,70 Cent bis 4,0 Cent pro Wort. Das macht in der bestbezahlten Stufe gerade einmal 120 Euro für einen Text von 3000 Wörtern. Das ist nicht besonders lukrativ, ist aber eine Möglichkeit für diejenigen, denen die Texte locker aus der Hand fließen. Bei entsprechenden Referenzen ist eventuell gleich ein Einstieg in einen der lohnenswerteren Pools möglich.

Ganz ähnlich funktioniert das Texten bei content.de. Nach Onlinestellen eines Probetextes wird man hier einer von insgesamt sechs Qualitätsstufen zugeordnet und verdient zwischen 0,8 und 4,5 Cent pro Wort.

Verdienstmöglichkeit mit Hindernissen

Greatcontent.de präsentiert eine andere Einstufung. Hier geht es danach, wieviel Aufwand ein Text erfordert. Das startet bei insgesamt sechs Stufen mit “Einfacher Text ohne viel Rechercheaufwand” und endet bei “Professioneller Fachtext, sehr detaillierte Recherche”. Der einfachste Text wird bei 500 Wörtern mit sieben Euro vergütet, der aufwendigste mit 50 Euro bei derselben Textmenge.

Reich wird man damit nicht. Für richtig gute Texte ist die Bezahlung auch nicht angemessen. Wer schnell schreibt, kommt unter Umständen dennoch auf einen guten Schnitt und muss sich nicht um die lästige Akquise kümmern.

Unsere Erfahrungen

Im Test konnten wir die Einstufung nicht nachvollziehen. Einmal bewarben wir uns als Texter mit einem Artikel, den ein professioneller Journalist geschrieben hatte. Statt der erwarteten vier oder fünf Sterne wurden wir aber lediglich “durchschnittlich”, also mit drei Sternen bewertet und eingestuft.

Anschließend vertauschten wir die Rollen und buchten selbst einige Aufträge zu unterschiedlichen Preisen und in unterschiedlichen Qualitätsstufen. Das ernüchternde Ergebnis: Bei der Qualität gab es praktisch keinen Unterschied! Lediglich zwischen 1-Sterne-Texten und 5-Sterne-Artikeln gab es einen einigermaßen nachvollziehbaren Unterschied, hier aber auch in erster Linie bei der Rechtschreibung und weniger der inhaltlichen Qualität.

Das bestärkt uns in unserem Fazit: Wer schnell schreibt und wenig recherchieren muss (etwa weil er sich in einem Fachgebiet ohnehin sehr gut auskennt), kann über diesen Weg relativ schnell und komfortabel an Geld kommen. Alle anderen sollten sich einfachere Möglichkeiten suchen.